Zwiebelrostbraten Rezept Beiried (Roastbeef) mit Zwiebelsoße, Röstzwiebeln & Braterdäpfeln (Bratkartoffeln)

Zwiebelrostbraten selber machen – mit ein paar Zutaten und einer guten Pfanne holst du dir diesen Klassiker nach Hause. Die Röstzwiebeln frittierst du selbst, die Braterdäpfel (Bratkartoffeln) kommen ins Zwiebelöl, und die Soße entsteht direkt aus dem Bratensatz. Mit Schnellkochtopf in unter 30 Minuten fertig.
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🍳 Portionen 4
Gesamt 45 Min.
👋 Aktive Zeit ca. 30 Minuten
😴 Ruhezeit
💪 Schwierigkeit Leicht–mittel
🍽 Kategorie Fleisch
1013 kcal
57.3g Eiweiß 56.0g Fett 59.1g Kohlenhydr.
pro Portion

Du brauchst

Zutaten

Rostbraten

  • 4 Scheiben Beiried / Rostbraten (Roastbeef, je ca. 180–200 g)
  • 1 EL Dijonsenf
  • Glattes Mehl zum Mehlieren
  • Butterschmalz zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer

Zwiebelsoße

  • 2 große Zwiebeln (in Streifen)
  • 1 Knoblauchzehe (optional, fein gerieben)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Mehl
  • 250 ml Zweigelt oder anderer kräftiger Rotwein
  • 250 ml Rinderfond oder Rindersuppe
  • Butterschmalz oder Rinderfett
  • Majoran (getrocknet oder frisch)
  • Salz, Pfeffer

Röstzwiebeln

  • 2–3 große Zwiebeln (fein gehobelt, ca. 1,5 mm)
  • Glattes Mehl zum Wenden
  • Öl zum Frittieren (z. B. Sonnenblumenöl)
  • Salz

Braterdäpfel (Bratkartoffeln)

  • 600–800 g festkochende Erdäpfel (Kartoffeln)
  • Zwiebelöl vom Röstzwiebel-Frittieren
  • Salz

Zubereitung

1

Kartoffeln vorbereiten – 5 Min. aktiv + Garzeit

Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Variante Schnellkochtopf: Dreibein und Dämpfeinsatz rein, nach Druckaufbau genau 5 Minuten garen. Variante normaler Topf: In leicht gesalzenem Wasser 10–15 Minuten kochen, bis sie knapp gar sind. Durch das Dämpfen behalten die Kartoffeln ihre Struktur und werden beim Braten außen viel knuspriger.
✅ Kontrollpunkt: Kartoffeln sind gerade gar, aber nicht weich. Ein Messer geht durch, aber sie zerfallen nicht.
💡 Tipp: Schnellkochtopf spart richtig Zeit – und die gedämpften Kartoffeln werden beim Braten deutlich knuspriger als gekochte.
2

Zwiebeln schneiden – 5 Min.

Drei Zwiebeln: Eine davon mit der Mandoline in feine Ringe schneiden (ca. 1,5 mm dick) – die werden später die Röstzwiebeln. Die anderen zwei in Streifen schneiden – die kommen ins Soßerl. Je mehr Zwiebel, desto mehr Geschmack.
3

Röstzwiebeln frittieren – 10 Min.

Öl im Topf auf 160–170 °C erhitzen. Zwiebelringe erst kurz vorm Frittieren in Mehl wenden – nicht ewig einweichen, sonst gibt's einen Patz. Kurz durchziehen, abschütteln und langsam goldbraun rausfrittieren. Kein Paprika, kein Gewürz – einfach Zwiebel, Mehl und Hitze. Ins Sieb geben (nicht aufs Küchenpapier) und salzen.
✅ Kontrollpunkt: Röstzwiebeln sind gleichmäßig goldbraun und knusprig. Das Zwiebelöl aufheben – das brauchen wir für die Braterdäpfel.
💡 Tipp: Nicht aufs Küchenpapier – im Sieb bleiben sie knuspriger, weil sie nicht im eigenen Dampf liegen.
4

Fleisch vorbereiten & anbraten – 5 Min.

Fleisch gut trocken tupfen. Fett- und Sehnenränder leicht einschneiden, damit sich das Fleisch beim Braten nicht wölbt. Eine Seite dünn mit Senf einstreichen, salzen, pfeffern, und die Senfseite leicht mit Mehl bestäuben. Pfanne mit Butterschmalz auf Temperatur bringen und das Fleisch scharf anbraten – Senfseite zuerst. Das Ganze dauert unter zwei Minuten pro Seite. Nicht totgaren! Fleisch bei 50 °C im Backofen warmhalten.
✅ Kontrollpunkt: Schöne Kruste auf beiden Seiten, innen noch rosa.
5

Zwiebelsoße kochen – 10 Min.

Zwiebelstreifen in die Pfanne geben – dabei löst sich auch der Bratenrückstand vom Boden. Gut durchschwenken, die Zwiebeln dürfen ruhig Farbe nehmen. Tomatenmark dazu, kurz mitrösten, mit einem Löffel Mehl stauben und mit Rotwein ablöschen. Rindersuppe oder Rinderfond dazugeben und schön einreduzieren lassen. Majoran darf nicht fehlen. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.
✅ Kontrollpunkt: Soße glänzt und hat eine sämige Konsistenz, die Zwiebeln sind weich.
💡 Tipp: Einen Zweigelt nehmen – passt geschmacklich perfekt zur kräftigen Zwiebelsoße.
6

Braterdäpfel im Zwiebelöl – 10 Min.

Die vorgegarten Kartoffeln direkt ins heiße Zwiebelöl von den Röstzwiebeln geben. Das Öl schmeckt herrlich nach Zwiebel – und dieses Gschmackal geht direkt in die Kartoffeln über. Rundum goldbraun braten und ordentlich salzen.
✅ Kontrollpunkt: Außen knusprig und goldbraun, innen weich. Duften nach Zwiebel.
7

Anrichten

Fleisch wieder in die Soße geben, mitsamt dem Saft der beim Rasten ausgetreten ist. Aber Achtung: nicht mehr kochen lassen – sonst wird das Fleisch zäh. Fleisch auf den Teller, Soße drüber, Röstzwiebeln obendrauf. Die knusprigen Braterdäpfel daneben.

Fragen & Antworten

Welches Fleisch für Zwiebelrostbraten?
Normalerweise nimmt man ein Rostbratenried oder die Hochrippe – beides sind klassische Wiener Rostbraten-Teilstücke. Beiried (Roastbeef) funktioniert genauso gut und ist etwas zarter. Wichtig: Das Fleisch muss trocken sein, damit es richtig Röstaromen bekommt.
Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln oder Braterdäpfeln?
Im Grunde dasselbe – Braterdäpfel ist die österreichische Bezeichnung für Bratkartoffeln. Der Clou bei diesem Rezept: Die Kartoffeln werden im Zwiebelöl von den Röstzwiebeln gebraten und bekommen dadurch ein unglaubliches Zwiebelaroma.
Wie wird die Zwiebelrostbraten-Soße richtig sämig?
Drei Dinge: Erstens den Bratenrückstand in der Pfanne nutzen (Deglacieren). Zweitens einen Löffel Mehl vor dem Ablöschen dazugeben. Drittens mit Rotwein und Rinderfond schön einreduzieren lassen – nicht hetzen, der Sauce ihre Zeit geben.
Geht das auch ohne Schnellkochtopf?
Ja, absolut. Die Kartoffeln einfach 10–15 Minuten in gesalzenem Wasser kochen statt dämpfen. Dauert insgesamt dann eher 45–60 Minuten statt 30. Das Ergebnis ist dasselbe.
Aufbewahren und Aufwärmen?
Die Soße hält im Kühlschrank 2–3 Tage und wird beim Aufwärmen sogar besser. Fleisch und Soße getrennt aufbewahren, Fleisch nur kurz in der warmen Soße ziehen lassen – nicht nochmal kochen, sonst wird es zäh. Die Röstzwiebeln frisch machen, die werden matschig im Kühlschrank.

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