Girardi-Rostbraten Rezept Wiener Klassiker mit Champignons und Kapern
Portionen
4
Gesamt
45 Min.
Aktive Zeit
45 Min.
Ruhezeit
30 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Kategorie
Fleisch
803
kcal
14.6g Eiweiß
52.6g Fett
69.5g Kohlenhydr.
pro Portion
Du brauchst
Zutaten
Für das Fleisch und die Marinade
- 4 Beiried-Steaks (Roastbeef) à ca. 200 g
- 40 g Kapern, fein gehackt
- 4 Sardellenfilets, fein gehackt
- Saft einer Zitrone
- Butterschmalz zum Braten
Für die Sauce
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 250 g Champignons, geviertelt
- 1 Knoblauchzehe, gehackt
- 1 EL Mehl
- 1 EL Dijon-Senf
- 250 ml Rinderbrühe
- 250 ml Obers (Sahne)
- 1 TL Majoran
- 1 TL Sojasauce
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
- Petersilie, gehackt
Beilage – Bandnudeln und Röstzwiebeln
- 500 g Bandnudeln
- 2 EL Butter
- 2 Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
- 3 EL Mehl zum Panieren der Zwiebeln
- Öl zum Frittieren
Zubereitung
1
Fleisch marinieren
Kapern und Sardellen fein hacken, mit Zitronensaft mischen und das Roastbeef damit einreiben. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen – je länger, desto intensiver wird der Geschmack.
2
Fleisch anbraten und nachziehen lassen
Backofen auf 60 °C vorheizen. Marinade unter fließendem Wasser kurz abwaschen, Fleisch gründlich trocken tupfen. In Butterschmalz bei hoher Hitze ca. 2 Minuten anbraten, dabei alle 30 Sekunden wenden. Auf ein Gitter setzen und im Ofen bei 60 °C auf 54–55 °C Kerntemperatur nachziehen lassen.
3
Sauce zubereiten
Im Bratensatz die Champignons scharf anbraten. Zwiebel und Knoblauch zugeben und anschwitzen. Mit Mehl bestäuben, kurz mitrösten. Mit Rinderbrühe und Obers (Sahne) ablöschen. Sojasauce, Dijon-Senf und Majoran einrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Leicht einköcheln lassen, bis die Sauce am Löffelrücken haftet. Gehackte Petersilie unterrühren.
4
Röstzwiebeln frittieren
Zwiebelringe locker in Mehl wälzen. In heißem Öl goldbraun frittieren – nicht zu viele auf einmal! Auf einem Gitter abtropfen lassen und salzen.
5
Nudeln kochen
500 g Bandnudeln in Salzwasser al dente kochen. In Butter schwenken.
6
Anrichten
Fleisch in Scheiben schneiden. Mit der Senf-Rahmsoße übergießen, knusprige Röstzwiebeln darübergeben und mit den Butternudeln servieren.
Fragen & Antworten
Was ist ein Girardi-Rostbraten?
Ein Wiener Klassiker: Saftiges Beiried (Roastbeef), mariniert mit Kapern, Sardellen und Zitronensaft, dazu eine cremige Senf-Rahmsoße und knusprige Röstzwiebeln. Benannt nach dem Wiener Burgschauspieler Alexander Girardi.
Welches Fleisch nimmt man für Girardi-Rostbraten?
Beiried (Roastbeef) – ca. 200 g pro Person, als ganzes Steak geschnitten. Roastbeef, Beiried, Entrecôte, Rostbraten – viele Namen, ein genialer Cut. Gut marmoriert sollte es sein. Den langfaserigen Muskel (die Kette) vorher ablösen, der braucht eine höhere Kerntemperatur.
Wie werden die Röstzwiebeln richtig knusprig?
Zwiebeln in dünne Ringe schneiden und locker in Mehl wälzen. In heißem Öl goldbraun frittieren – aber nicht zu viele auf einmal, sonst wird es eine Dampfbadparty statt Knuspertraum. Auf einem Gitter abtropfen lassen (nicht auf Küchenpapier – da werden sie matschig!) und sofort salzen.
Warum kommt der Senf nicht in die Marinade?
Die Säure von Dijon-Senf kann das Fleisch zu stark angreifen. Deshalb marinieren wir nur mit Kapern, Sardellen und Zitronensaft – die machen das Fleisch zart, ohne es auszulaugen. Der Senf entfaltet sein Aroma viel besser in der Rahmsoße, wo er für Cremigkeit und Charakter sorgt.
Welche Beilagen passen zum Girardi-Rostbraten?
Klassisch servieren wir ihn mit Butternudeln (Bandnudeln) – die nehmen die cremige Sauce perfekt auf. Alternativ passen auch Erdäpfel (Kartoffeln) oder Serviettenknödel. Dazu ein einfacher grüner Salat mit Kernöl-Vinaigrette.