Paprikahendl Rezept Cremiges Hendl in Paprikasoße wie im Wirtshaus

Paprikahendl nach Wiener Art – Hühnerteile in einer cremigen Paprikasoße mit Rahm (Sahne). Die Soße wird durch das langsame Einkochen kräftig und sämig. Dazu passen Nockerl oder Reis.
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🍳 Portionen 4
Gesamt 60 Min.
👋 Aktive Zeit 60 Min.
😴 Ruhezeit 30–35 Min.
💪 Schwierigkeit Mittel
🍽 Kategorie Fleisch
1048 kcal
10.9g Eiweiß 92.0g Fett 29.4g Kohlenhydr.
pro Portion

Du brauchst

Zutaten

Fleisch & Würze

  • 1 kg Hühneroberschenkel (mit Haut für mehr Aroma)
  • 2 Zwiebeln (fein gewürfelt)
  • 2 EL edelsüßes Paprikapulver (z. B. pannonisch)
  • 1 TL zerstoßener Kümmel
  • 1 EL Majoran
  • 2 Zehen Knoblauch

Soße & Bindung

  • 1 Liter Hühnersuppe (Hühnerbrühe)
  • 300 ml trockener Weißwein
  • Zeste von 1 Limette und 1 Zitrone
  • 150 g Sauerrahm (saure Sahne)
  • 50 g Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • Butterschmalz zum Anbraten

Zubereitung

1

Hühnerteile anbraten

Hühneroberschenkel in Butterschmalz auf der Hautseite knusprig anbraten, leicht salzen – sparsam, da die Hühnersuppe bereits Salz enthält. Wenn beide Seiten goldgelb sind, herausnehmen und beiseitestellen. Tipp: Wer möchte, kann jetzt die Haut abnehmen – sie hat das Fleisch beim Anbraten vor der Hitze geschützt.
2

Zwiebeln rösten

Im Bratenrückstand die Zwiebeln bei mittlerer Hitze schmoren – mindestens 35 Minuten, bis sie richtig dunkel und süß sind. Je dunkler, desto mehr Geschmack. Dann 2 EL Paprikapulver darüberstäuben und kurz mitrösten. Wichtig: Die Zwiebeln müssen schön fettig sein, damit sie das Paprikapulver aufnehmen. Wenn nötig, noch etwas Schmalz zugeben.
3

Ablöschen und Schmoren

Mit Weißwein ablöschen und einreduzieren lassen, bis der Alkohol weg ist. Kümmel und Majoran zugeben. Hühnerteile zurück in den Topf legen und mit Hühnersuppe (Hühnerbrühe) aufgießen – nur so viel, dass das Fleisch gerade bedeckt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Einmal aufkochen, Deckel drauf und 30–35 Minuten sanft köcheln lassen.
4

Soße binden (Gmachtl)

Sauerrahm (saure Sahne) mit Mehl glatt rühren – das ist das Gmachtl: 3 Teile Sauerrahm, 1 Teil Mehl. Mit etwas heißer Soße angleichen und in den Topf einrühren. Garprobe: Mit einem Messer ins Fleisch stechen – ist der Saft durchsichtig, ist es fertig. Soße nach Wunsch mit dem Pürierstab pürieren für eine sämige Konsistenz.
5

Abschmecken und Servieren

Knoblauch fein hacken und mit den Zitronen- und Limettenzesten einrühren – das vertreibt den pelzigen Paprikageschmack und bringt Frische. Fleisch in die Soße geben und idealerweise noch 1–2 Stunden ziehen lassen. Mit Butternockerln, Spätzle, Nudeln oder gutem Brot servieren. Einen Klecks glatten Sauerrahm (saure Sahne) draufgeben – fertig.

Fragen & Antworten

Was ist ein Gmachtl und warum brauche ich das beim Paprikahendl?
Ein Gmachtl ist eine österreichische Saucenbindung aus 3 Teilen Sauerrahm (saure Sahne) und 1 Teil Mehl. Es macht die Paprikasoße seidig-cremig, ohne dass man eine klassische Mehlschwitze braucht. Einfach glatt rühren, mit etwas heißer Soße angleichen und einrühren.
Welches Paprikapulver nehme ich am besten für Paprikahendl?
Edelsüßes Paprikapulver – am besten ein ungarisches oder pannonisches. Kein Rosenpaprika (zu scharf) und kein geräuchertes (falsches Aroma). Das Pulver muss kurz in Fett angeröstet werden, damit es sein volles Aroma entfaltet. Dabei aufpassen: Paprikapulver verbrennt schnell und wird bitter.
Kann man beim Paprikahendl die Haut am Huhn lassen?
Die Haut schützt das Fleisch beim scharfen Anbraten. Danach ist es Geschmackssache: Abnehmen ergibt eine elegantere Soße, dranlassen gibt mehr Körper. Tipp aus dem Video: Haut abnehmen, separat knusprig frittieren und als Chips zum Servieren obendrauf geben.
Wie lange muss Paprikahendl schmoren und woran erkenne ich, dass es fertig ist?
30–35 Minuten bei sanfter Hitze, zugedeckt. Garprobe: Mit einem Messer ins dickste Stück stechen – wenn der austretende Saft durchsichtig ist, ist das Fleisch gar. Rötlicher Saft bedeutet: noch ein paar Minuten weitergaren.
Was passt als Beilage zum Paprikahendl?
Klassisch: Butternockerl (Nockerln), Spätzle oder Nudeln. Auch gutes Weißbrot passt – damit lässt sich die cremige Soße perfekt auftunken. Dazu ein Glas trockener Weißwein, dann ist das Wirtshaus-Erlebnis komplett.

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