Schupfnudeln Rezept Knusprig gebraten · lauwarmer Krautsalat · Speck & Gruyère

Dieses Schupfnudeln Rezept lebt von einem einfachen Gegensatz: oben knusprig gebratene Erdäpfelnudeln, unten lauwarmer Krautsalat mit Speck, der frisch und säuerlich bleibt. Der wichtigste Schritt passiert vor dem Teig: Die gekochten Erdäpfel dürfen im Ofen ausdampfen, damit weniger Mehl hineinmuss und die Schupfnudeln nicht schwer werden. Vanille, Zitronenschale und Grieß machen den Erdäpfelteig runder und griffiger, ohne dass er süß schmeckt. Der Krautsalat wird nicht gekocht, sondern nur mit warmem Speck-Zwiebel-Sud angemacht; die Hitze der Schupfnudeln bringt ihn auf dem Teller genau in diesen lauwarmen Bereich zwischen Salat und Hauptgericht.
🖨️ Drucken
🍳 Portionen 4 Personen
Gesamt 2 Std.
👋 Aktive Zeit 45 Min.
😴 Ruhezeit 1 Std. 30 Min.
💪 Schwierigkeit Mittel
🍽 Kategorie Teigware
690 kcal
20g Eiweiß 40g Fett 62g Kohlenhydr.
pro Portion

Du brauchst

Zutaten

Erdäpfelteig

  • 500 g Erdäpfel (Kartoffeln), mehlig kochend
  • 45 g Butter, sehr weich
  • 170 g griffiges Mehl (in Deutschland: doppelgriffiges Mehl oder Dunst)
  • 50 g Grieß
  • 2 Eidotter
  • Salz
  • Vanille (Mark oder 1 Msp. Vanillepulver)
  • Zitronenschale von 1 Bio-Zitrone

Krautsalat

  • 500 g Spitzkohl (Spitzkraut)
  • 2 TL Salz
  • 100 g geräucherter Speck
  • 100 g Zwiebeln
  • 1/2 TL Kümmel, gemahlen
  • 1,5 TL Zucker
  • 2 EL Branntweinessig

Zum Anbraten und Anrichten

  • 3-4 EL Butterschmalz
  • Salz und Pfeffer
  • 80-100 g Gruyère, frisch gerieben
  • Frische glatte Petersilie, gehackt
  • Radieschen, fein geschnitten (optional)

Zubereitung

1

Erdäpfel kochen und ausdampfen

Erdäpfel in der Schale weich kochen, abgießen und bei 60 °C etwa 30 Minuten im Ofen ausdampfen lassen. Danach schälen und durch die Erdäpfelpresse drücken.
2

Teig machen

Gepresste Erdäpfel mit Butter, Mehl, Grieß, Eidotter, Salz, Vanille und Zitronenschale zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Nicht länger kneten als nötig, sonst wird Erdäpfelteig schnell klebrig.
3

Teig rasten lassen

Den Teig zugedeckt 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
4

Schupfnudeln formen

Teig in Portionen teilen, auf bemehlter Fläche zu Rollen formen und in 4-5 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück mit den Handflächen zu einer spindelförmigen Nudel rollen.
5

Krautsalat vorbereiten

Spitzkohl in 1-3 mm feine Streifen schneiden, mit Salz kräftig durchkneten und 15-30 Minuten ziehen lassen.
6

Speck-Zwiebel-Sud machen

Speck und Zwiebeln fein würfeln und in einer Pfanne anschwitzen. Einen kleinen Teil für die Garnitur beiseitestellen, den Rest warm unter den Kohl mischen.
7

Krautsalat abschmecken

Kraut mit Kümmel, Zucker und Branntweinessig abschmecken. Der Salat soll frisch, säuerlich und leicht speckig schmecken.
8

Schupfnudeln kochen

Schupfnudeln in leicht gesalzenem Wasser kochen. Sobald sie aufschwimmen, mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
9

Knusprig braten

Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Schupfnudeln darin rundherum goldbraun und knusprig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
10

Anrichten

Krautsalat als Bett auf den Teller geben, heiße Schupfnudeln darauflegen und Gruyère darüberreiben. Mit Speck-Zwiebel-Topping, Petersilie und Radieschen fertigstellen.

Varianten & Abwandlungen

  • Vegetarisch: Speck weglassen und stattdessen kräftig geröstete Zwiebeln oder gebratene Pilze unter den Krautsalat mischen.
  • Mit Sauerkraut: Wer es klassischer und deftiger will, kann die knusprigen Schupfnudeln auch auf warmem Sauerkraut servieren. Der Teller wird dann weniger frisch, aber sehr wirtshausnah.
  • Auf Vorrat: Schupfnudeln nach dem Kochen gut abtropfen lassen und einfrieren. Später direkt in der Pfanne oder im Airfryer mit etwas Fett wieder goldbraun aufbacken.
  • Süß statt herzhaft: Der Erdäpfelteig funktioniert auch als Basis für süße Mohnnudeln. Dann Speck, Krautsalat und Gruyère weglassen und in Butter mit Mohn und Zucker schwenken.

Fragen & Antworten

Warum werden Schupfnudeln manchmal schwer? – Die Hausmann-Regel
Meist liegt es nicht am Formen, sondern an zu feuchten Erdäpfeln. Je mehr Feuchtigkeit im Teig ist, desto mehr Mehl braucht man zum Retten – und genau das macht Schupfnudeln schwer. Meine Regel: Erdäpfel nach dem Kochen ausdampfen lassen, den Teig kurz bearbeiten und nur so viel Mehl nehmen wie wirklich nötig.
Warum kommt Vanille in einen herzhaften Erdäpfelteig?
Die Vanille soll nicht nach Dessert schmecken. Sparsam eingesetzt rundet sie den Erdäpfelgeschmack ab und nimmt dem Teig diese stumpfe Schwere, die Erdäpfelteig manchmal haben kann. Mit Speck, Kraut und Gruyère wird daraus kein süßes Gericht, sondern ein runderes.
Warum Krautsalat statt Sauerkraut?
Sauerkraut macht Schupfnudeln sofort sehr deftig. Krautsalat bleibt frischer, knackiger und säuerlicher. Durch den warmen Speck-Zwiebel-Sud und die heißen Schupfnudeln wird er lauwarm, verliert aber nicht den Biss.
Wann sind Schupfnudeln im Wasser fertig?
Wenn sie aufschwimmen, sind sie gar. Danach müssen sie gut abtropfen, sonst braten sie in der Pfanne nicht richtig, sondern dämpfen zuerst. Knusprig werden sie erst, wenn die Oberfläche trocken genug ist und genug Platz im Butterschmalz hat.
Kann man Schupfnudeln einfrieren?
Ja, am besten nach dem Kochen und vor dem Braten. So frierst du die Form und den gegarten Teig ein, aber die Kruste entsteht später frisch. Danach direkt aus dem Tiefkühler in die Pfanne geben oder mit etwas Fett im Airfryer aufbacken.

Hast du’s nachgekocht?

Wie hat dir das Rezept geschmeckt?

Mit dem Absenden stimmst du der Speicherung deiner Angaben zu. Details in der Datenschutzerklärung.

Mehr Rezepte