Scheiterhaufen mit Schneehaube Rezept Kipferl, Croissants oder Panettone clever verwerten

Altbackene Kipferl, Croissants vom Vortag oder übrig gebliebener Panettone – alles zu schade zum Wegwerfen? Dann mach daraus einen klassischen Scheiterhaufen! Dieser süße Auflauf mit Apfelscheiben, Rumrosinen und luftig gebackener Schneehaube verwandelt alte Backwaren in ein herrlich saftiges Ofendessert. Perfekt, wenn du Reste verwerten willst – und trotzdem ein richtig feines Ergebnis auf dem Tisch stehen soll.
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🍳 Portionen 6
Gesamt 80 Min.
👋 Aktive Zeit 30 Min.
😴 Ruhezeit 20 Min.
💪 Schwierigkeit Mittel
🍽 Kategorie Süßes & Mehlspeisen
1336 kcal
24.0g Eiweiß 37.9g Fett 232.1g Kohlenhydr.
pro Portion

Du brauchst

Zutaten

Zutaten für den Auflauf

  • 8 mürbe Kipferl (gerne vom Vortag)
  • 3 säuerliche Äpfel (z. B. Granny Smith)
  • 4 süße Äpfel (z. B. Golden Delicious)
  • 100 g helle und rote kernlose Weintrauben
  • 8 Eidotter
  • 1 l Milch
  • 100 g Sauerrahm
  • 300 g Kristallzucker
  • 80 g Butter (plus etwas extra zum Ausbuttern)
  • ca. 120 g Rumrosinen (Rosinen in Inländer-Rum eingelegt)

Zutaten für die Schneehaube

  • 80 ml Wasser
  • 300 g Kristallzucker
  • 8 Eiweiß
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale

Zubereitung

1

Vorbereiten und Schichten

Die Kipferl in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Äpfel schälen oder ungeschält lassen, je nach Vorliebe – dann feinblättrig hobeln. Weintrauben halbieren. Eine große Auflaufform gründlich mit Butter einfetten. Die Eidotter mit Milch, Sauerrahm und Kristallzucker zu einem glatten Guss verrühren. Die Butter bei milder Hitze schmelzen. Jetzt wird geschichtet: Eine Lage Apfelscheiben, darüber Rumrosinen und Weintrauben, dann eine Lage Kipferlscheiben. Mit geschmolzener Butter beträufeln, Guss darüber verteilen. So weiter verfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind – mindestens 3 Schichten, besser 4. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 40 Minuten backen. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Danach 20 Minuten abkühlen lassen.
2

Zubereitung der Schneehaube

Wasser, Zucker und Zitronenzeste in einem Topf zum Kochen bringen und 2–3 Minuten köcheln lassen. Währenddessen das Eiweiß mit einer Prise Salz halb steif schlagen. Den heißen Sirup langsam in das Eiweiß einlaufen lassen und dabei auf höchster Stufe weiterschlagen, bis ein glänzender, fester Eischnee entsteht (ca. 3–4 Minuten). Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und gleichmäßig auf dem leicht abgekühlten Auflauf verteilen. Bei 220 °C (Grillfunktion oder starke Oberhitze) nochmals 3–4 Minuten überbacken, bis die Haube goldbraun ist.

Fragen & Antworten

Was ist ein Scheiterhaufen eigentlich?
Ein österreichischer Brotauflauf: Geschichtete Scheiben von altem Weißbrot (Semmeln oder Brioche) mit Äpfeln, Rosinen und einer Eiermilch übergossen. Ähnlich wie Bread and Butter Pudding in England. Der Name kommt von den geschichteten Brotscheiben, die wie ein Holz-Scheiterhaufen aussehen.
Welches Brot nimmt man für Scheiterhaufen?
Altbackene Semmeln (Brötchen), Brioche oder Hefezopf vom Vortag. Das Brot muss trocken genug sein, um die Eiermilch aufzusaugen, ohne zu zerfallen. Frisches Brot wird zu matschig. Toastbrot geht zur Not, hat aber weniger Charakter als echte Semmeln.
Welche Äpfel eignen sich?
Säuerliche Sorten wie Boskop, Elstar oder Braeburn – die bringen Frische und werden nicht zu süß. Süße Äpfel (Golden Delicious, Gala) machen den Auflauf insgesamt zu süß. Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden, dann garen sie gleichmäßig durch und verteilen sich gut zwischen den Brotschichten.
Warum wird mein Scheiterhaufen zu trocken?
Zu wenig Eiermilch oder zu lange gebacken. Die Brotscheiben müssen komplett durchgetränkt sein – am besten 20-30 Minuten in der Milch-Ei-Mischung einweichen lassen bevor es in den Ofen kommt. Und: Bei 170°C maximal 35-40 Minuten backen. Die Oberfläche soll goldbraun sein, innen noch saftig.
Warm oder kalt servieren?
Warm ist traditionell, direkt aus dem Ofen mit Staubzucker (Puderzucker) bestreut. Dazu Vanillesauce oder ein Kugel Vanilleeis. Kalt geht auch, schmeckt aber weniger gut – der Scheiterhaufen lebt vom Kontrast zwischen warmer Frucht und kalter Vanillesauce.

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