Ragu Modenese Rezept traditionell & langsam geschmort

Ragù Modenese – das Originalrezept aus Modena: Rindfleisch, Schweinefleisch, Soffritto und Tomatenmark werden stundenlang auf kleiner Flamme eingekocht. Kein schnelles Sugo, sondern ein echtes Ragù.
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🍳 Portionen 10–12
Gesamt 3 Std.
👋 Aktive Zeit 60 Min.
💪 Schwierigkeit Mittel
🍽 Kategorie Fleisch
730 kcal
47.8g Eiweiß 39.6g Fett 39.6g Kohlenhydr.
pro Portion

Du brauchst

Zutaten

Für die Ragù-Basis

  • 2 kleine Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2 Karotten, fein gewürfelt
  • 2 Stangen Sellerie, fein gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, konfiert (alternativ fein gehackt)
  • 2 Lorbeerblätter
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer

Für Fett & Aroma

  • 50–100 g Schweineschmalz
  • alternativ 75 g Butter und 25 ml Olivenöl
  • 150 g Pancetta, fein gehackt
  • 150 g italienische Cacciatore-Salami, fein gewürfelt

Für das Ragù-Fleisch

  • 300 g Kalbfleisch, fein gehackt
  • 300 g Schweineschulter oder Nacken, fein gehackt
  • 300 g Rindfleisch, fein gehackt

Für die Soße

  • 150 g Tomatenmark
  • 600 ml passierte Tomaten
  • 150 ml trockener Rotwein
  • 300–400 ml Kalbsfond oder Rinderfond

Zubereitung

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Schritt 1

Schweineschmalz in einem großen Schmortopf bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen lassen. Zwiebeln, Karotten, Sellerie, konfierten Knoblauch und Lorbeerblätter zugeben, leicht salzen und den Topf abdecken. Das Soffritto etwa 30 Minuten sanft dünsten, bis das Gemüse sehr weich ist und kaum noch Struktur hat.
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Schritt 2

Deckel abnehmen, die Hitze erhöhen und das Gemüse unter Rühren rösten. Dabei dürfen sich deutlich Röstaromen bilden und die natürliche Süße des Gemüses leicht karamellisieren. Pancetta und Salami zugeben und alles kräftig anrösten, bis das Fett austritt und sich weitere Röstaromen entwickeln.
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Schritt 3

Das Fleisch portionsweise zugeben und bei hoher Hitze anbraten. Dabei gut zerkleinern und jeweils warten, bis die austretende Flüssigkeit weitgehend verkocht ist und das Fleisch Farbe annimmt. Tomatenmark unterrühren und kurz mitrösten, bis es dunkler wird.
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Schritt 4

Mit Rotwein ablöschen und diesen fast vollständig einkochen lassen. Passierte Tomaten und Fond zugeben, alles gut verrühren und einmal aufkochen lassen. Die Hitze stark reduzieren, den Deckel leicht geöffnet auflegen und das Ragù mindestens 2 Stunden sanft köcheln lassen – je länger, desto intensiver wird die Soße.
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Schritt 5

Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Fond oder Wasser nachgießen. Zum Schluss Lorbeerblätter entfernen und das Ragù mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Konsistenz sollte dick, sämig und nicht flüssig sein.

Fragen & Antworten

Was ist Ragu Modenese?
Die Original-Bolognese-Sauce aus der Emilia-Romagna, genauer aus Modena. Langsam geschmortes Fleischragout mit wenig Tomate, viel Soffritto (Sellerie, Karotte, Zwiebel) und Wein. Anders als das was in Deutschland als Bolognese bekannt ist: Weniger Tomate, mehr Fleisch, länger gekocht.
Welches Fleisch?
Traditionell eine Mischung aus grob gewolftem Rind und Schwein (2:1 oder 3:1). In Modena kommt manchmal Pancetta oder Hühnerleber dazu. Kein fertig gekauftes Hackfleisch, das ist zu fein. Beim Metzger grob wolfen lassen oder Fleisch in kleine Stücke schneiden.
Wie lange muss Ragu schmoren?
Mindestens 2 Stunden, besser 3–4 Stunden bei niedriger Hitze. Das Ragù soll köcheln, nicht kochen. Je länger, desto besser verbinden sich die Aromen. Am nächsten Tag aufgewärmt ist es nochmal eine Stufe besser.
Welche Nudeln dazu?
In Italien: Tagliatelle (breite Bandnudeln), NICHT Spaghetti. Die breiten Nudeln fangen die stückige Sauce besser auf. Auch Pappardelle oder frische Fettuccine passen. Und: In Bologna serviert man das Ragù auch auf Lasagne oder mit Polenta.

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