Kürbiscremesuppe Rezept Steirisch angerichtet – mit Kernöl, Ofenkürbis und einem Spritzer Essig
Portionen
4 Portionen
Gesamt
50 Min.
Aktive Zeit
50 Min.
Ruhezeit
0 Min.
Schwierigkeit
Leicht
Kategorie
Suppe
552
kcal
11.3g Eiweiß
33.0g Fett
46.5g Kohlenhydr.
pro Portion
Du brauchst
Zutaten
Für die Suppe
- 1,4 kg Hokkaidokürbis, ganz (2 kleine) – davon gehen Kerne, Innengehäuse und Abschnitte weg, ein Teil wird Einlage, der Rest kommt in die Suppe
- 4 Schalotten (ca. 80 g)
- 2 Knoblauchzehen
- 40 g Butter
- 150 ml Weißwein, trocken
- 600 ml heller Fond (Geflügelfond oder Selleriefond)
- 150 ml Obers
- 1 Spritzer (ca. 2 TL) Weißweinessig, zum Abschmecken
- 1 Prise Majoran, getrocknet
- einige Majoran-Blätter, frisch (zum Anrichten)
- etwas Curry
- Salz, Cayennepfeffer, Muskatnuss
Für die Einlage
- Ofenkürbis: Hokkaido in ca. 0,5 cm dicke Scheiben, bei 200 Grad Ober-/Unterhitze 10-15 Minuten im Ofen geröstet, bis die Kanten Farbe haben
- Roher Hokkaido, hauchdünn gehobelt
- Kürbiskerne, geröstet – ein Teil grob gehackt, ein Teil ganz
- Steirisches Kürbiskernöl (g.g.A.), zuletzt
- Frische Majoran-Blätter
Zubereitung
1
Kürbis vorbereiten
Den Hokkaidokürbis wiegen statt schätzen, das lässt sich bei der Form nicht abschätzen. Kerne und Innengehäuse herausnehmen, die Kerne beiseitelegen. Einen Teil des Kürbis für die Einlage abzweigen: dünne Sicheln für den Ofen, ein Stück roh für die Hobel. Den Rest der Suppe mit Schale würfeln.
2
Einlage zuerst
Die Kürbiskerne trocken rösten, bis sie knacken, einen Teil davon grob hacken, den Rest ganz lassen. Die dünnen Kürbis-Sicheln mit etwas Öl, Salz und Pfeffer bei 200 Grad Ober-/Unterhitze 10 bis 15 Minuten in den Ofen, bis die Kanten Farbe kriegen. Ein Stück Kürbis roh und hauchdünn hobeln.
3
Anschwitzen
Schalotten in Scheiben schneiden, Knoblauch und den gewürfelten Kürbis mit Schale zusammen in der Butter etwa 10 Minuten anschwitzen.
4
Würzen und ablöschen
Mit Salz, Muskat, etwas Curry und Cayennepfeffer würzen. Mit dem Weißwein ablöschen und nur ein bisschen einkochen lassen, nicht vollständig – der Kürbis braucht die Säure als Gegenpart zur Süße.
5
Köcheln lassen
Eine Prise getrockneten Majoran dazugeben, mit dem hellen Fond aufgießen, Deckel drauf und köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.
6
Passieren
Ist der Kürbis weich, kurz mit dem Pürierstab vorpürieren und durch die Flotte Lotte (Passiermühle) drehen. Geht auch mit einem Sieb zum Durchstreichen.
7
Verfeinern und abschmecken
Erst jetzt das Obers einrühren, nicht mitreduzieren, das macht die Suppe sonst pappig und süß. Mit Salz und einem Spritzer Weißweinessig abschmecken – das ist die zweite Säure gegen den stumpfen Geschmack.
8
Anrichten
Suppe in die Schale füllen, Ofenkürbis-Sicheln und die rohen Streifen darauflegen, die gerösteten Kerne (ganz und gehackt) und frischen Majoran darüberstreuen. Zum Schluss ein paar Tropfen steirisches Kürbiskernöl darüberträufeln.
Varianten & Abwandlungen
- Ohne Pürierstab oder Mixer: Geht auch nur mit der Flotte Lotte oder einem normalen Sieb zum Durchstreichen, dann fällt der Vorpürier-Schritt einfach weg.
- Kürbissuppe zu süß: Mit einem zusätzlichen Spritzer Weißweinessig nachschärfen, die Säure balanciert die Süße des Kürbis aus.
Fragen & Antworten
Muss man Hokkaido schälen?
Nein. Der Hokkaido wird mit Schale gewürfelt und mitgekocht, die Schale wird beim Kochen weich. Was nach dem Pürieren noch grob ist, bleibt in der Flotte Lotte zurück. Butternuss und Muskatkürbis müsste man dagegen schälen.
Kürbissuppe ohne Kokosmilch?
Ja, in diesem Rezept ist keine Kokosmilch drin. Die Cremigkeit kommt vom Passieren durch die Flotte Lotte und vom Obers, das erst ganz zum Schluss dazukommt.
Geht Kürbissuppe auch ohne Pürierstab oder Mixer?
Ja. Nach dem Köcheln reicht es, den weichen Kürbis durch die Flotte Lotte (Passiermühle) zu drehen, das macht die Suppe von selbst cremig. Ein normales Sieb zum Durchstreichen funktioniert genauso.
Kürbissuppe zu süß, was tun?
Mit Säure gegengensteuern: Beim Ablöschen etwas Weißwein nicht ganz einkochen lassen und zum Schluss einen Spritzer Weißweinessig einrühren. Beides zusammen holt die Süße des Kürbis ins Gleichgewicht.
Warum kommt das Obers erst ganz zum Schluss rein?
Weil Obers, das mitreduziert wird, die Suppe pappig und süß macht. Deshalb erst nach dem Passieren einrühren und dann nur noch abschmecken.
Warum Majoran in der Kürbissuppe?
Eine Prise getrockneter Majoran ist ein österreichischer Reflex, der auch in die Kartoffelsuppe gehört. Er gibt der Suppe Tiefe, ohne sie zu überdecken – lieber am Anfang wenig nehmen und am Ende nachwürzen.