Krautfleckerl Rezept Deftig mit Spitzkraut (Spitzkohl), Kümmel und karamellisierten Zwiebeln
Portionen
4 Personen
Gesamt
50 Min.
Aktive Zeit
20 Min.
Ruhezeit
30 Min. (Kraut schmoren)
Schwierigkeit
Leicht
Kategorie
Knödel, Pasta & Co
486
kcal
13.1g Eiweiß
11.9g Fett
81.3g Kohlenhydr.
pro Portion
Du brauchst
Zutaten
Krautfleckerl
- 1 Kopf Spitzkraut (Spitzkohl) oder Weißkraut (Weißkohl), ca. 800 g
- 2 große Zwiebeln
- 2–3 EL Schweineschmalz oder Butterschmalz
- 1 EL Zucker (zum Karamellisieren)
- 400 g Fleckerl (kurze Nudeln)
- 1 TL Kümmel
- 1 Schuss Apfelessig
- Salz, Pfeffer (frisch gemahlen)
Optional
- 2 EL Sauerrahm (Saure Sahne)
- Schnittlauch (zum Bestreuen)
Zubereitung
1
Kraut vorbereiten
Zwiebeln fein hacken. Kraut halbieren, den Strunk rausschneiden und in feine Streifen schneiden. Den Strunk entweder in die Gemüsesuppe (Gemüsebrühe) zum Auskochen geben oder den Hühnern füttern.
2
Zwiebeln karamellisieren
Schmalz in einer großen Pfanne oder einem Topf erhitzen. Zwiebeln dazugeben und bei kleiner Hitze langsam glasig werden lassen. Geduld haben – erst werden sie glasig, dann langsam goldgelb. Das dauert ein paar Minuten.
Genau in dieser Zeit entwickelt sich das Röstaroma und der eigene Zucker vom Zwiebel kommt raus. Wenn die richtige Farbe da ist, den Zucker dazugeben und karamellisieren lassen.
Genau in dieser Zeit entwickelt sich das Röstaroma und der eigene Zucker vom Zwiebel kommt raus. Wenn die richtige Farbe da ist, den Zucker dazugeben und karamellisieren lassen.
✅ Kontrollpunkt: Zwiebeln sind goldbraun und karamellisiert. Duftet süßlich.
💡 Tipp: Der Zwiebel entscheidet zwischen göttlich und geht so. Nicht hetzen – die Karamellisierung braucht ihre Zeit.
3
Kraut schmoren
Kraut zu den karamellisierten Zwiebeln geben, gleich salzen und kräftig mitrösten. Dabei fällt es schon zusammen.
Kümmel, einen Schuss Apfelessig und frisch gemahlenen Pfeffer dazugeben. Deckel drauf und das Ganze im eigenen Saft mit dem bisschen Essig richtig schön schmoren lassen. Nicht hetzen – genau da entwickelt sich der volle Geschmack.
Kümmel, einen Schuss Apfelessig und frisch gemahlenen Pfeffer dazugeben. Deckel drauf und das Ganze im eigenen Saft mit dem bisschen Essig richtig schön schmoren lassen. Nicht hetzen – genau da entwickelt sich der volle Geschmack.
✅ Kontrollpunkt: Kraut ist weich, hat Saftl gebildet – das ist flüssiges Gold.
4
Nudeln kochen
Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Fleckerl (Nudeln) nach Packungsanleitung kochen. Abseihen und beiseite stellen.
Wer Zeit hat, macht die Fleckerl selbst – aber fertige gehen genauso.
Wer Zeit hat, macht die Fleckerl selbst – aber fertige gehen genauso.
5
Zusammenfügen und servieren
Die gekochten Fleckerl zum Kraut geben und alles noch mal gut durchschwenken. Abschmecken – aber da fehlt in der Regel nichts mehr.
Wer mag, rührt sich schnell noch einen Sauerrahm (Saure Sahne) an und gibt frischen Pfeffer und Schnittlauch drüber.
Wer mag, rührt sich schnell noch einen Sauerrahm (Saure Sahne) an und gibt frischen Pfeffer und Schnittlauch drüber.
Fragen & Antworten
Was sind Krautfleckerl?
Ein österreichisch-ungarischer Klassiker: Fleckerl (quadratische Nudeln) mit karamellisiertem Weißkraut (Weißkohl), Zucker und Kümmel. Süß-herzhaft, einfach und sättigend. Ein typisches Resteessen, das zum Nationalgericht wurde.
Wie karamellisiere ich das Kraut richtig?
Das fein geschnittene Kraut in Schmalz und einer Prise Zucker bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten langsam schmoren. Nicht hetzen, nur gelegentlich wenden. Das Kraut soll weich werden und Saftl bilden – das ist flüssiges Gold. Geduld ist der Schlüssel.
Welche Nudeln für Krautfleckerl?
Fleckerl sind die traditionelle Wahl – kleine, quadratische Nudeln aus Österreich. In Deutschland: Hörnchennudeln oder Farfalle. Hauptsache kurze, flache Nudeln, die das Kraut gut aufnehmen.
Muss Zucker rein?
Ja, eine Prise Zucker hilft beim Karamellisieren und gleicht die Säure des Krauts aus. Nicht zu viel – die Krautfleckerl sollen nicht süß schmecken. Der Zucker sorgt für die Maillard-Reaktion und damit für Farbe und Geschmack.
Was passt dazu?
Traditionell als eigenständiges Gericht mit einem grünen Salat. Manche essen sie als Beilage zu Würstel oder Schweinsbraten. In Österreich: Ein Löffel Sauerrahm (Saure Sahne) obendrauf. Aufgewärmt schmecken sie sogar noch besser.