Eierlikör-Gugelhupf mit Topfen – Rezept Saftig, buttrig – bleibt tagelang frisch
Dieser Topfen-Eierlikör-Gugelhupf (Quark-Eierlikör-Gugelhupf) schmeckt am dritten Tag fast noch besser als frisch – weil der Topfen (Quark) die Feuchtigkeit im Teig hält. Saftig, buttrig, mit einem Eierlikör-Aroma, das du merkst, ohne dass es erschlägt. Mit einem simplen Trick beim Anrühren bleibt der Teig flaumig statt zusammenzufallen. Ob als Osterkuchen oder einfach zum Sonntagskaffee – das Rezept funktioniert, und im Video siehst du jeden Schritt zum selber machen.
Du brauchst
- Gugelhupfform
- Handrührer oder Standmixer
- Topf (zum Butterschmelzen)
- Mehlsieb
- Teigspachtel
- Küchenthermometer (optional)
Zutaten
Teig
- 4 Eier (M)
- 180–200 g Zucker
- 1 Pkg Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- Zitronenabrieb (optional)
- 200 g Butter
- 250 g Topfen (Quark), 20 %
- 200 ml Eierlikör
- 260 g Mehl (glatt / Type 405)
- 60 g Speisestärke (Mais- oder Kartoffelstärke)
- 1 Pkg Backpulver (16 g)
Form & Finish
- Butter (zum Ausstreichen)
- Semmelbrösel (Paniermehl) oder Mehl (zum Ausstreuen)
- Staubzucker (Puderzucker) zum Bestäuben
Zubereitung
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1
Butter schmelzen & Eierlikör dazu
Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Vom Herd nehmen und den kalten Eierlikör dazugießen – die Temperatur gleicht sich so von allein aus. Die Mischung soll lauwarm sein, nicht heiß.
💡 Tipp: Selbstgemachter oder gekaufter Eierlikör – beides funktioniert. Hauptsache, er ist kalt aus dem Kühlschrank. -
2
Form vorbereiten & Ofen vorheizen
Den Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 150–160 °C). Die Gugelhupfform gründlich mit Butter ausstreichen – auch die Rillen und den Kamin in der Mitte. Dann mit Semmelbröseln oder Mehl ausstreuen und überschüssiges ausklopfen.
✅ Kontrollpunkt: Jede Stelle der Form muss gleichmäßig beschichtet sein – sonst bleibt der Kuchen kleben. -
3
Trockene Zutaten mischen
Mehl, Speisestärke (Mais- oder Kartoffelstärke) und Backpulver in einer Schüssel mit einem Schneebesen gut vermischen. Das Sieben kommt erst später – beim Einrühren in den Teig.
💡 Tipp: Die Speisestärke macht die Krume besonders fein und zart. Deshalb den Kuchen lieber 5 Minuten zu früh rausholen als zu spät – mit Stärke wird er beim Überbacken schnell trocken. -
4
Eischaum aufschlagen – 5 Minuten
Eier, Zucker, Vanillezucker, Salz und optional Zitronenabrieb in eine große Schüssel geben. Mit dem Handrührer oder Standmixer 5 Minuten kräftig aufschlagen – wirklich 5 Minuten, nicht 3. Die Masse muss sehr hell sein, deutlich an Volumen zugenommen haben und in dicken Bändern vom Rührer fallen.
✅ Kontrollpunkt: Wenn du den Rührer anhebst, fällt die Masse in breiten, schweren Bändern zurück – nicht dünn und flüssig. Das ist die Luft in deinem Kuchen. -
5
Teig zusammenführen – nicht zu viel rühren!
Die lauwarme Eierlikör-Butter-Mischung in einem dünnen Strahl, schlückchenweise zur Eiermasse geben. Auf kleiner Stufe einrühren – nicht hektisch werden. Dann den Topfen (Quark) kurz einrühren, bis die Masse homogen ist. Zuletzt den Mehlmix in 3 Etappen durch ein Sieb zur Masse geben und nur so lange einrühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist – dann sofort aufhören.
✅ Kontrollpunkt: Sobald kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist: Stopp. Jede Sekunde zu viel macht den Kuchen speckig und dicht statt flaumig und zart.💡 Tipp: Wenn die Masse beim Einrühren der Butter reißt – keine Panik: Einen Esslöffel vom Mehlmix kurz einrühren, dann geht's weiter. -
6
In die Form füllen
Den Teig in die vorbereitete Gugelhupfform füllen und mit einer Teigspachtel glattstreichen. Die Form zwei- bis dreimal sanft auf die Arbeitsfläche klopfen, um größere Luftblasen zu entfernen.
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7
Backen & Stürzen – 50–60 Minuten
Auf der mittleren Schiene 50–60 Minuten backen. Ab Minute 45 die erste Stäbchenprobe machen oder die Kerntemperatur messen – 94–97 °C sind optimal. Lieber 5 Minuten zu früh rausholen als zu spät. Sofort auf ein Kuchengitter stürzen und die Form 10 Minuten drauflassen, dann vorsichtig abnehmen. Komplett auskühlen lassen und mit Staubzucker (Puderzucker) bestäuben.
✅ Kontrollpunkt: Ein paar feuchte Krümel am Stäbchen sind in Ordnung – keine nasse Spur und keine rohe Masse.
Fragen & Antworten
Kann ich statt Topfen auch Skyr verwenden?
Ja, aber der Teig wird etwas fester, weil Skyr weniger Fett und mehr Eiweiß hat als Topfen (Quark). Am besten 2–3 Esslöffel mehr Eierlikör oder Buttermilch dazugeben, damit die Konsistenz stimmt. Das Ergebnis wird etwas kompakter, aber trotzdem saftig.
Wie bleibt der Gugelhupf so lange saftig?
Das Eiweiß im Topfen bildet beim Backen ein Netzwerk, das die Feuchtigkeit einschließt. Deshalb schmeckt er am zweiten und dritten Tag fast noch besser als frisch. Unter einer Kuchenglocke oder in Frischhaltefolie aufbewahren.
Kann ich auch selbstgemachten Eierlikör nehmen?
Auf jeden Fall – selbstgemachter Eierlikör gibt sogar noch mehr Aroma. Darauf achten, dass er mindestens 14 % Alkohol hat, damit er sich gut mit der Butter mischt. Gekaufter funktioniert genauso gut.
Warum fällt mein Gugelhupf zusammen?
Meistens weil die Eiermasse nicht lange genug aufgeschlagen wurde (wirklich 5 Minuten!) oder die Butter zu heiß war. Der Eierlikör-Butter-Trick hilft: Kalter Eierlikör zur geschmolzenen Butter gleicht die Temperatur von allein aus.
Kann ich den Gugelhupf einfrieren?
Ja, am besten ohne Staubzucker (Puderzucker) in Frischhaltefolie wickeln und einfrieren. Hält sich gut 2–3 Monate. Zum Auftauen über Nacht im Kühlschrank und dann bei Zimmertemperatur fertig auftauen lassen.
Warum Speisestärke im Teig?
Die Speisestärke ersetzt einen Teil des Mehls und macht die Krume besonders fein und zart. Wichtig: Mit Stärke im Teig lieber etwas kürzer backen – überbacken macht ihn trocken und bröselig.