Spätzle Rezept
hausgemacht, einfach & schnell
Spätzle und Knöpfle selber machen – ein Grundrezept mit Mehl, Eiern und Wasser, das von Hand geschabt oder durch die Presse gedrückt wird. Frisch gemacht in 20 Minuten als Beilage auf dem Tisch.
Du brauchst
Zutaten
Für den Spätzle- bzw. Knöpfleteig
- 500 g Mehl (Weizenmehl, Type 405 oder 550)
- 5 Eier (Größe M)
- 125 ml Wasser
- 125 ml Milch
- 1–2 TL Salz
- Frisch geriebene Muskatnuss
- Zum Fertigstellen
- Butter zum Anschwenken in der Pfanne
- Optional: etwas gehackte Petersilie zum Bestreuen
- 💡 Tipp Teigkonsistenz
- Der Teig soll zähfließend sein: Wenn du ihn mit dem Löffel anhebst, reißt er in dicken Bändern ab – nicht wie Wasser, aber auch nicht wie Brotteig. Mit einem Schluck Wasser oder Mehl kannst du die Konsistenz jederzeit nachjustieren.
Zubereitung
-
1
Spätzleteig anrühren
Mehl in eine Schüssel sieben. Salz und frisch geriebene Muskatnuss dazugeben und kurz vermischen. Eier, Wasser und Milch in einem Messbecher oder direkt zur Mehlmischung geben. Mit einem Schneebesen oder Kochlöffel alles kräftig verrühren, bis ein glatter, zäher Teig entsteht. Der Teig darf Blasen werfen und ruhig ein bisschen „ziehen“ – wichtig ist, dass keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind.
💡 Wenn der Teig sehr fest ist und sich kaum bewegen will, einen kleinen Schluck Wasser ergänzen. Ist er zu dünn und läuft fast wie Pfannkuchenteig, noch etwas Mehl einarbeiten.
-
2
Teig ruhen lassen & Wasser aufsetzen
Den Spätzleteig 5–10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. In dieser Zeit quillt das Mehl nach, der Teig wird geschmeidiger und lässt sich besser durchs Spätzlesieb streichen. Nach der Ruhezeit die Konsistenz noch einmal prüfen und bei Bedarf mit einem kleinen Schluck Wasser oder etwas Mehl anpassen.
Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Hitze etwas reduzieren, sodass das Wasser nur leicht sprudelt – zu starke Blasen können die Spätzle zerreißen.
-
3
Spätzle ins Kochwasser drücken
Das Spätzlesieb über den Topf legen. Einen Teil des Teiges auf das Sieb geben und mit einer Teigkarte oder einem Schaber durch die Löcher streichen. Sobald die Spätzle oben aufschwimmen, sind sie gar. Mit einem Schaumlöffel herausheben und in eine Schüssel mit kaltem oder eiskaltem Wasser geben – so stoppen sie den Garprozess und kleben nicht zusammen. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren, bis alles verarbeitet ist.
-
4
Abtropfen & in Butter schwenken
Die Spätzle nach dem Blanchieren in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Wer mag, kann sie jetzt schon in Portionen aufteilen – ein Teil zum gleich Essen, ein Teil zum Einfrieren. Wenn du sie später in Butter schwenkst, sollten sie möglichst trocken sein – sonst spritzt es in der Pfanne.
In einer großen Pfanne Butter schmelzen, bis sie leicht nussig duftet. Die abgetropften Spätzle hineingeben und bei mittlerer Hitze schwenken, bis sie leicht Farbe nehmen und schön glänzen. Nach Geschmack mit etwas Salz und Muskat nachwürzen, zum Schluss gern ein bisschen gehackte Petersilie darüberstreuen.
Fragen & Antworten
Wie wird der Spätzle-Teig richtig?
Mehl, Eier, Wasser und Salz zu einem zähen, blasigen Teig schlagen. So lange schlagen bis er Blasen wirft und sich vom Löffel löst. Er soll nicht flüssig sein (dann fließen die Spätzle auseinander) und nicht zu fest (dann werden sie hart). Die Konsistenz wie dicker Honig.
Spätzlepresse, Hobel oder Brett?
Spätzlepresse gibt gleichmäßige, längere Spätzle. Der Hobel (über dem Topf hin und her) gibt kurze, knopfige Knöpfle. Vom Brett schaben ist die traditionellste Methode und gibt die unregelmäßigsten, aber authentischsten Spätzle. Für Anfänger: Die Presse ist am einfachsten.
Muss man Spätzle abschrecken?
Wenn man sie später weiterverarbeitet (z.B. Käsespätzle überbacken): Ja, kalt abschrecken, damit sie nicht zusammenkleben. Wenn sie sofort als Beilage serviert werden: Nein, direkt aus dem Wasser mit etwas Butter schwenken. Abschrecken stoppt den Garprozess und hält sie bissfest.
Kann man Spätzle auf Vorrat machen?
Ja, perfekt sogar. Gekochte, abgeschreckte Spätzle mit etwas Öl mischen (gegen Kleben) und im Kühlschrank 2–3 Tage lagern. Zum Servieren: In heißer Butter schwenken. Oder einfrieren in Portionsbeuteln, direkt aus dem Gefrierfach in heißes Wasser oder die Pfanne.
Was passt am besten zu Spätzle?
Spätzle sind die ultimative Soßen-Beilage: Gulasch, Rahmschwammerl, Zwiebelrostbraten, Sauerbraten. Als eigenes Gericht: Käsespätzle mit viel Bergkäse und Röstzwiebeln. In Schwaben auch mit Linsen und Wienerle (Frankfurter). Alles was Soße hat, braucht Spätzle.