Rindfleischsalat mit Käferbohnen Rezept Saures Rindfleisch mit Käferbohnensalat & Apfelkren

Saures Rindfleisch mit steirischen Käferbohnen und Apfelkren – ein typisch österreichisches Salatgericht, das vom guten Essig und kräftigen Kürbiskernöl lebt. Braucht etwas Vorlaufzeit für die Marinade, ist aber in der Zubereitung unkompliziert.
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🍳 Portionen 4
Gesamt 60 Min.
👋 Aktive Zeit 60 Min.
😴 Ruhezeit 120 Min.
💪 Schwierigkeit Mittel
🍽 Kategorie Salate
608 kcal
50.8g Eiweiß 29.9g Fett 34.1g Kohlenhydr.
pro Portion

Du brauchst

Zutaten

Für das Rindfleisch

  • 600 g gekochtes Rindfleisch (z. B. Brust oder Schulterscherzel), in feine Scheiben geschnitten

Für die Marinade

  • 100 ml Apfelessig
  • 50 ml milder Apfel-Balsamessig
  • 1,5–2 EL grobkörniger Senf (z. B. Dijon)
  • 500 ml steirisches Kürbiskernöl
  • 3 Knoblauchzehen, ungeschält leicht angedrückt
  • Salz, Pfeffer nach Geschmack

Für die Käferbohnen

  • 100 g getrocknete Käferbohnen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Prise Natron
  • ungesalzenes Wasser zum Kochen

Für den Apfelkren

  • 2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop)
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL Butter
  • Salz, Pfeffer
  • frisch geriebener Kren (Meerrettich), nach Geschmack

Zum Servieren

  • frische Kräuter (z. B. Petersilie oder Schnittlauch)
  • Optional: fein gehackte Zwiebel, kurz blanchiert

Zubereitung

1

Käferbohnen vorbereiten

Die Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen, kurz abbrausen und in ungesalzenem Wasser mit Lorbeer und einer Prise Natron ca. 1,5 Stunden weich kochen. Anschließend abseihen und noch warm mit etwas Marinade mischen.
2

Marinade anrühren

Essigsorten, Senf und Kürbiskernöl mit den angedrückten Knoblauchzehen verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kühl stellen.
3

Apfelkren zubereiten

Äpfel vierteln, Kerngehäuse entfernen und mit Zucker und Butter weich schmoren. Anschließend fein pürieren, durch ein Sieb streichen und mit Kren, Salz und Pfeffer abschmecken.
4

Fleisch vorbereiten

Rindfleisch dünn gegen die Faser schneiden. Mit der Hälfte der Marinade übergießen und mindestens 2–3 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren. Keine Zwiebel beigeben – so hält es sich bis zu 7 Tage.
5

Anrichten

Käferbohnensalat auf Teller geben, das marinierte Fleisch darauf verteilen und mit frischen Kräutern bestreuen. Apfelkren separat dazu reichen. Wer mag, gibt noch marinierte oder blanchierte Zwiebelwürfel darüber. Dazu passt frisches Bauernbrot – und a guater Junka.

Fragen & Antworten

Welches Fleisch nimmt man für Rindfleischsalat?
Gekochtes Rindfleisch – idealerweise Tafelspitz, Schulterscherzel oder Beinscherzel, das vom Kochen einer Rindsuppe übrig ist. Das Fleisch soll saftig und nicht zu mager sein. Wer keine Rindsuppe gekocht hat: Ein Stück Siedefleisch in Salzwasser mit Suppengrün 2 Stunden kochen und auskühlen lassen.
Warm oder kalt schneiden?
Lauwarm bis handwarm schneiden – dann lässt sich das Fleisch in gleichmäßige, dünne Scheiben gegen die Faser schneiden und die Marinade zieht besser ein. Komplett kaltes Fleisch wird beim Schneiden eher bröckelig und nimmt die Marinade schlechter auf.
Welches Dressing für Rindfleischsalat?
Die Wiener Variante: Essig, Öl (Kürbiskernöl in der Steiermark), Senf, fein geschnittene Zwiebeln und frische Kräuter. Keine Mayo. Das Fleisch noch warm in die Marinade einlegen und mindestens 2 Stunden durchziehen lassen. Nachwürzen vor dem Servieren – das Fleisch zieht viel Salz und Essig.
Welche Zutaten kommen noch rein?
Klassisch: Dünne Zwiebelringe, Essiggurkerl (saure Gurken), eventuell Kapern. Manche geben noch Paprikastreifen oder Cherrytomaten dazu. Frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie) zum Schluss. In der Steiermark: Steirisches Kürbiskernöl als Dressing – ein anderer Salat, ein anderes Erlebnis.
Ist Rindfleischsalat ein Hauptgericht oder eine Vorspeise?
Beides. Als Vorspeise eine kleinere Portion auf einem Salatbett. Als Hauptgericht mit Bratkartoffeln oder frischem Brot. Im Wiener Beisl (Gasthaus) ist er eine klassische Vorspeise, zu Hause oft die elegante Resteverwertung vom Sonntagsbraten. Ideal für warme Sommertage – leicht und trotzdem sättigend.

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