Hühnersuppe Rezept
klar, kräftig & voller Geschmack
Hühnersuppe (Hühnerbrühe) aus dem Schnellkochtopf – klar, kräftig und in einem Bruchteil der üblichen Kochzeit fertig. Das Suppenhuhn wird unter Druck gegart, die Brühe anschließend abgeseiht und entfettet.
Du brauchst
Zutaten
Hauptzutaten
- 1 kg Hühnerkeulen oder Hühnerflügel oder Hühnerkarkasse
- 200 ml Weißwein oder Wermut
- 10 g Salz
- 800 ml Wasser
- 2 Stangen Staudensellerie
💡 Optional (für mehr Aroma)
- 1 Zwiebel
- 1 Karotte
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Lorbeerblatt
- 5 Pfefferkörner
- etwas Ingwer
💡 Hinweis
- Ich koche diese Brühe bewusst clean, weil ich sie später zum Aufgießen verwende.
- So schmeckt sie nach Huhn – nicht nach Gemüsesuppe.
Zubereitung
-
1
Alles in den Schnellkochtopf
Alle Zutaten in den Schnellkochtopf geben. Die Hühnerteile locker einlegen, den Sellerie grob schneiden und mit Wein, Salz und Wasser auffüllen. Keine Brust verwenden – da steckt kein Geschmack drin.
💡 Tipp: Bewusst "clean" kochen – nur Huhn, Sellerie, Salz, Wein und Wasser. So schmeckt die Brühe nach Huhn, nicht nach Gemüsesuppe. -
2
Druckkochen
Schnellkochtopf verschließen (Dichtung prüfen!), auf höchste Stufe stellen. Sobald alle Ringe sichtbar sind, auf moderate Hitze zurückschalten (Stufe 3). Kochzeit: 45 Minuten für eine klare, kräftige Brühe. Oder 30–35 Minuten, wenn das Fleisch anschließend weiterverwendet werden soll.
✅ Kontrollpunkt: Alle Druckringe sichtbar → Hitze reduzieren. -
3
Druck abbauen & abseihen
Herd ausschalten und den Topf komplett geschlossen stehen lassen, bis sich der Druck von allein abgebaut hat. Nicht öffnen, nicht sieben – einfach stehen lassen. Das sorgt für eine klare Brühe und verhindert, dass sich Trübstoffe aufwirbeln. Erst dann den Deckel öffnen und die Brühe durch ein Passiertuch gießen.
✅ Kontrollpunkt: Druck vollständig abgebaut → erst dann öffnen.
Fragen & Antworten
Ganzes Huhn oder nur Karkassen für Hühnersuppe?
Für die beste Suppe: Ein ganzes Suppenhuhn. Die haben mehr Geschmack als junge Brathähnchen, weil sie älter sind und mehr Kollagen in den Knochen haben. Das Fleisch wird nach dem Kochen zerteilt und als Einlage zurückgegeben. Karkassen (Knochenreste) machen eine gute Basis, ergeben aber weniger Einlagefleisch.
Wie lange muss Hühnersuppe kochen?
Mindestens 1,5 Stunden, besser 2-3 Stunden bei leisem Sieden. Nicht sprudelnd kochen – das macht die Suppe trüb und das Fleisch faserig. Wer eine klare, goldene Suppe will: Den Schaum am Anfang abschöpfen und die Temperatur so niedrig halten, dass die Oberfläche nur leicht zittert.
Warum soll man das Suppengrün erst nach 1 Stunde dazugeben?
Weil das Gemüse sonst verkocht und matschig wird. Die Knochen und das Fleisch brauchen Zeit um ihren Geschmack abzugeben. Das Wurzelgemüse (Karotte, Sellerie, Lauch, Petersilwurzel) erst in der zweiten Hälfte der Kochzeit dazu – so bleibt es bissfest und schmeckt als Einlage.
Ist Hühnersuppe wirklich gut bei Erkältung?
Tatsächlich mehr als nur Omas Weisheit. Studien zeigen, dass heiße Hühnersuppe entzündungshemmend wirkt und die Nasenschleimhäute abschwellen lässt. Das Salz gleicht den Mineralverlust aus, die Wärme tut dem Hals gut. Ob das am Huhn liegt oder an der Zuwendung beim Kochen – beides hilft.
Was kommt als Einlage in die Suppe?
In Österreich: Frittaten (Pfannkuchenstreifen), Grießnockerl, Leberknödel oder Backerbsen. Klassisch auch Nudeln oder das zerkleinerte Suppenfleisch mit frischen Kräutern. In Asien: Reisnudeln, Frühlingszwiebeln und Chili. Die Suppe ist die Basis, die Einlage macht sie zum Gericht.