Paella mit Meeresfrüchten Rezept

So gelingt dir die echte Paella Valenciana!

Diese Paella bringt dir echtes Spanien-Feeling auf den Tisch – inspiriert von der großen Paella-Meisterin María José San Román aus Alicante.
Mit Garnelen, Miesmuscheln, Tintenfisch und perfektem Socarrat: der knusprigen Reiskruste, die in Valencia als das Gold am Pfannenboden gilt. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du diesen spanischen Klassiker mit Meeresfrüchten zubereitest – auch ohne Paella-Pfanne und garantiert mit Urlaubsflair und Geschmack wie in Spanien.

🍳 Portionen 4
Gesamt 60 Min.
👋 Aktive Zeit 40 Min.
💪 Schwierigkeit Mittel
🍽 Kategorie Hauptspeise
797 kcal
49.5g Eiweiß 22.6g Fett 98.2g Kohlenhydr.
pro Portion

Du brauchst

Zutaten

Hauptzutaten für die Paella

  • 80 ml Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL geräuchertes edelsüßes Paprikapulver
  • 150 ml Safraninfusion (aus 250 ml Wasser + 1 g Safran)
  • 4 kleine Kalmare, in Ringe geschnitten
  • 400 g spanischer Mittelkornreis (Bahia, Bomba oder Calasparra)
  • 750 ml Fisch- oder Hühnerbrühe (bei Bedarf mehr)
  • 12 große rohe Garnelen mit Schale
  • 16–20 Miesmuscheln oder Venusmuscheln, gesäubert
  • 2 Zitronen, in Spalten geschnitten

Sofrito (Aromatische Basis)

  • 3 Tomaten, fein gewürfelt
  • 1 Spitzpaprika, gewürfelt
  • 1 grüne Paprika, gewürfelt
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 kleines Stück Lauch, fein geschnitten
  • 1 Knolle frischer Knoblauch oder 4 Knoblauchzehen, gehackt

Zubereitung

  1. 1

    Sofrito – Aromatische Basis

    Aromatische Basis vorbereiten: In einer großen Pfanne Zwiebeln, Lauch & Knoblauch in Olivenöl bei niedriger Hitze anschwitzen. Tomaten und Gewürze zufügen und ca. 20 Minuten köcheln.

  2. 2

    Tintenfisch & Reis anbraten

    Tintenfischringe kurz anbraten, Reis hinzufügen und durchrühren. Brühe zugeben: Heiße Brühe angießen und NICHT umrühren. Bei mittlerer Hitze 18–20 Minuten garen.

  3. 3

    Meeresfrüchte garen & Socarrat

    Meeresfrüchte garen: Nach 10 Minuten Garnelen auflegen, nach weiteren 5 Minuten wenden. Muscheln separat dämpfen, bis sie sich öffnen. Socarrat entstehen lassen: Am Ende knistert der Reis leicht – das Zeichen für die Kruste.

  4. 4

    Anrichten & Servieren

    Bei Bedarf etwas Brühe nachgießen. Gedämpfte Muscheln und Zitronenspalten auflegen. Direkt aus der Pfanne servieren – optional mit Alioli genießen.

Fragen & Antworten

Welcher Reis gehört in eine echte Paella?

Bomba-Reis oder Calasparra – das sind spanische Rundkornsorten, die viel Flüssigkeit aufnehmen ohne matschig zu werden. Risotto-Reis (Arborio) geht zur Not, aber er wird cremiger statt körnig. Basmati oder Jasmin auf keinen Fall, die haben eine komplett andere Stärkestruktur.

Was ist Socarrat und wie bekomme ich das hin?

Socarrat ist die knusprige Reiskruste am Pfannenboden – das Beste an der Paella. Dafür am Ende die Hitze für 2-3 Minuten hochdrehen und nicht mehr rühren. Man hört ein leichtes Knistern, dann ist sie da. Wer die Paella ständig umrührt, bekommt nie einen Socarrat.

Kann ich die Paella auch auf dem Grill machen?

Absolut – und das ist sogar die traditionellere Art. Die Paellapfanne direkt auf den Grillrost stellen, am besten über Holzkohle. Das gibt ein leichtes Raucharoma und die Hitze verteilt sich ähnlich wie auf einem offenen Feuer in Valencia.

Warum soll man die Paella während dem Kochen nicht umrühren?

Umrühren macht den Reis klebrig – die Stärke löst sich und man bekommt Risotto statt Paella. Nach dem Verteilen von Reis und Brühe die Pfanne in Ruhe lassen. Der Reis soll die Flüssigkeit aufsaugen und am Boden den Socarrat bilden. Einmal leicht an der Pfanne rütteln ist erlaubt, rühren nicht.

Darf man Chorizo in die Paella geben?

In Spanien ein Streitthema. Traditionelle Paella Valenciana hat kein Chorizo – die kommt mit Huhn, Kaninchen und Schnecken. Aber in der Praxis: Wer Chorizo mag, schneidet sie in Scheiben und brät sie kurz mit an. Das Paprika-Fett gibt dem Reis ordentlich Geschmack. Erlaubt ist was schmeckt.

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