Hefezopf Rezept

Einfach vorbereiten & perfekt backen (inkl. Übernachtgare)

Hefezopf ohne Stress – der Teig wird am Vorabend angesetzt und über Nacht im Kühlschrank geführt. Am nächsten Morgen flechten, gehen lassen und backen.

🍳 Portionen 4
Gesamt 60 Min.
👋 Aktive Zeit 30 Min.
😴 Ruhezeit 120 Min.
💪 Schwierigkeit Mittel
🍽 Kategorie Brot & Gebäck
687 kcal
20.2g Eiweiß 17.3g Fett 111.6g Kohlenhydr.
pro Portion

Du brauchst

Zutaten

Teig

  • 500 g Weizenmehl (Type 550)
  • 7 g frische Hefe
  • 5 g Salz
  • 1 TL Fenchelsamen, zerstoßen
  • 1 TL Anissamen
  • 25 g Zucker
  • 2 Eier
  • 50 g geschmolzene Butter
  • 25 g Honig
  • 100 g Wasser
  • 75 g Milch
  • 1 Bio-Zitrone (Abrieb)

Topping

  • 1 Eigelb, verquirlt
  • Schwarzkümmel und Sesam

Zubereitung

  1. 1

    Zutaten vorbereiten

    Butter in einem Topf schmelzen, aber nicht bräunen lassen. Mehl, Salz, Fenchelsamen, Anissamen und Zucker in einer großen Rührschüssel vermengen. Zitronenzeste frisch dazureiben – Fenchel, Anis und Zitrone sind das Trio, das diesen Zopf besonders macht.

  2. 2

    Flüssige Zutaten vereinen

    Geschmolzene Butter mit Milch und Wasser verrühren – das kühlt die Butter auf die richtige Temperatur ab und schützt die Hefe. Hefe einrühren, dann Honig, Eier und Zitronenzeste dazugeben. Zum Süßen kommt hauptsächlich Honig zum Einsatz, der Zucker nur dezent im Hintergrund.

  3. 3

    Teig kneten

    Die flüssige Mischung zur Mehlmischung geben und 4–5 Minuten in der Küchenmaschine kneten. Den Teig nicht auskneten – er muss nur weich und geschmeidig sein. Danach in eine geölte Schüssel geben und nochmals durchschlagen.

  4. 4

    Teig ruhen lassen

    Schüssel abdecken und den Teig gehen lassen. Schnelle Variante: 2 Stunden bei Raumtemperatur. Übernachtgare (empfohlen): Bis zu 3 Tage im Kühlschrank – bringt mehr Aroma und macht den Teig bekömmlicher. Der Teig sollte sein Volumen ungefähr verdoppeln. Wichtig: Nach dem Kneten kein Mehl mehr verwenden, lieber etwas Öl oder Wasser auf die Hände geben.

  5. 5

    Zopf formen und flechten

    Teig 10 Minuten vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank holen. Auf ein bemehltes Brett geben, nochmals einschlagen und in drei Teile teilen. Jeden Teil falten und zusammendrücken – das sorgt für Stabilität und Volumen. Zu Strängen von ca. 40–50 cm rollen. Oben zusammendrücken und locker flechten: immer von außen nach innen. Nicht zu fest ziehen. Enden leicht unter den Zopf einschlagen. Tipp: Stränge leicht bemehlen, damit sie beim Backen schön auseinandergehen.

  6. 6

    Zopf ruhen und vorbereiten

    Den Zopf auf ein Backblech mit Backpapier legen, mit einem Geschirrtuch abdecken und 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 220–250 °C vorheizen. Falls kein Dampfprogramm vorhanden: eine feuerfeste Schüssel mit in den Ofen stellen. Zopf mit Eigelb bestreichen und mit Schwarzkümmel und Sesam bestreuen.

  7. 7

    Backen

    Den Zopf in den heißen Ofen schieben und sofort auf 170 °C reduzieren. Bei Eistreiche den Dampf (Eiswürfel oder kaltes Wasser in die Schüssel) erst nach 5 Minuten dazugeben – sonst kann das Ei den Ofentrieb hemmen. 30–35 Minuten backen. Fertig bei einer Kerntemperatur von 92–95 °C. Alternativ: Zopf umdrehen und auf die Unterseite klopfen – klingt er hohl, ist er fertig. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Fragen & Antworten

Warum geht mein Hefeteig nicht auf?

Drei häufige Ursachen: Die Hefe ist abgelaufen oder tot (Tipp: In lauwarmer Milch mit Zucker testen – wenn es nach 10 Minuten nicht schäumt, neue Hefe kaufen). Die Milch war zu heiß (über 42°C tötet Hefe ab). Oder der Teig stand zu kalt – Hefe braucht Wärme, idealerweise 28-32°C.

Frische Hefe oder Trockenhefe?

Frische Hefe (Germwürfel) gibt etwas mehr Triebkraft und feineren Geschmack. Trockenhefe ist praktischer und länger haltbar. Umrechnung: 1 Würfel frische Hefe (42g) = 2 Päckchen Trockenhefe (14g). Für Hefezopf ist frische Hefe die bessere Wahl, weil der Teig reichhaltig ist (Butter, Eier) und mehr Triebkraft braucht.

Wie flechte ich einen Hefezopf richtig?

Den Teig in 3 gleich große Stränge teilen und zu gleichmäßigen Rollen formen (ca. 40 cm lang). Oben zusammendrücken und wie einen Haarzopf flechten: Immer den äußeren Strang über den mittleren legen, abwechselnd von links und rechts. Nicht zu fest flechten – der Teig braucht Platz zum Aufgehen.

Wie bekomme ich den Hefezopf schön goldbraun?

Vor dem Backen mit verquirltem Eigelb bestreichen – das gibt die goldbraune, glänzende Kruste. Nur Eigelb, nicht das ganze Ei (Eiweiß macht matt). Manche mischen einen Tropfen Milch zum Eigelb. Hagelzucker oder Mandelblättchen obendrauf vor dem Backen für die Optik.

Kann man Hefezopf einfrieren?

Ja, am besten frisch gebacken und ausgekühlt in Alufolie wickeln und einfrieren. Hält 2-3 Monate. Zum Auftauen: Bei Zimmertemperatur in der Folie 2-3 Stunden, dann kurz bei 160°C im Ofen auffrischen (5-10 Minuten). Man kann auch den rohen Teig einfrieren – über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen, dann formen und backen.

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